Der Markt für WordPress Pagebuilder hat sich dieses Jahr deutlich weiterentwickelt. Während früher komplexe Programmierungen nötig waren, ermöglichen moderne Drag-&-Drop-Builder auch Einsteigern professionelle Websites zu erstellen. Doch welcher Pagebuilder passt am besten zu deinem Projekt? Ein detaillierter Vergleich der wichtigsten Lösungen – inklusive Avada, das in der Diskussion oft übersehen wird.
Elementor Pro: Der Marktführer im Detail
Elementor blieb auch 2025 der beliebteste WordPress Pagebuilder. Mit über 12 Millionen aktiven Installationen bietet er eine intuitive Drag-&-Drop-Oberfläche, umfangreiche Widget-Bibliotheken und professionelle Templates. Besonders stark sind die Responsive-Design-Features und die nahtlose Integration von WooCommerce-Funktionen. Der neue Theme Builder ermöglicht es, komplette Website-Strukturen visuell zu gestalten – von Header bis Footer.
Gutenberg: WordPresss nativer Block-Editor
Der WordPress Block Editor Gutenberg hat sich zur ernsthaften Alternative entwickelt. Als nativer WordPress-Editor ist er kostenlos, schnell und SEO-optimiert. Mit den neuen Full Site Editing-Features können ganze Websites erstellt werden. Für Content-fokussierte Projekte ist Gutenberg oft die beste Wahl – besonders in Kombination mit Block-Themes wie Twenty Twenty-Five.
Avada: Marktführer unter den Theme-Bundles
Avada ist konsequent zu unterscheiden von reinen Plugin-Buildern wie Elementor: Es ist kein Plugin, sondern ein vollständiges Theme-Bundle, das seinen eigenen Builder – den Fusion Builder – mitbringt. Mit über 900.000 Verkäufen auf ThemeForest ist Avada das meistverkaufte WordPress-Theme überhaupt.
Die Stärke von Avada liegt in der Tiefe: Über 100 importierbare Website-Demos, ein eigenes Layout-System, ein Typography-Manager und ein globales Options-Panel machen es zur Komplettlösung für Agenturen und Dienstleister, die viele ähnliche Projekte umsetzen. Der Fusion Builder arbeitet sowohl visuell als auch per Backend-Editor.
Die Kehrseite: Avada hat eine spürbar steilere Lernkurve als Elementor, weil Theme-Optionen, Fusion Builder und globale Einstellungen zusammenspielen müssen. Wer sich einmal eingearbeitet hat, arbeitet damit effizient – für Einsteiger ist der Einstieg aber anspruchsvoller. Außerdem erzeugt Avada ohne sorgfältige Konfiguration spürbar mehr Code als nötig, was die Ladezeit belasten kann.
Divi, Beaver Builder & weitere Alternativen
Divi Builder von Elegant Themes punktet mit seinem visuellen Frontend-Editor und über 800 vorgefertigten Designs. Beaver Builder überzeugt durch Stabilität und sauberen Code, während Bricks Builder als Newcomer mit Performance und Flexibilität begeistert. Auch Oxygen Builder und Breakdance etablieren sich als professionelle Lösungen für anspruchsvolle Projekte.
Performance und SEO: Worauf achten?
Nicht jeder Pagebuilder ist gleich schnell. Während Gutenberg als nativer Editor die beste Performance bietet, können Plugin-basierte Builder wie Elementor oder Theme-Bundles wie Avada bei falscher Konfiguration die Ladezeiten verschlechtern. Wichtig sind: minimaler CSS/JS-Output, effiziente Caching-Strategien und die Vermeidung überflüssiger Features. Bricks und Oxygen sind bei Performance-kritischen Projekten die konsequenteste Wahl.
WordPress Pagebuilder – Marktanteile 2024/2025
Quellen: WordPress.org · BuiltWith · Wappalyzer · WPoptic (ca. 13,5 Mio. analysierte WordPress-Sites) · Stand: 2024/2025
| Pagebuilder | Marktanteil (Anteil aller WP-Sites) | Lizenz | Trend |
|---|---|---|---|
| Elementor | 8 – 28 % | Freemium | ↑ wachsend |
| WPBakery | 5 – 15 % | Kostenpflichtig | → stabil / rückläufig |
| Avada (Fusion Builder) | 3 – 6 % | Kostenpflichtig (Theme-Bundle) | → stabil |
| Divi Builder | 3 – 5 % | Kostenpflichtig | → stabil |
| Beaver Builder | 1 – 2 % | Freemium | ↑ wachsend |
| Oxygen / Bricks | < 1 % | Kostenpflichtig | ↑↑ stark wachsend |
| Gutenberg | ~50 % * | In WordPress enthalten | ↑ wachsend |
* Gutenberg: Da der Block-Editor in jeder modernen WordPress-Installation enthalten ist, lässt sich sein Anteil als primär genutzter Editor nicht zuverlässig messen. Der Wert ~50 % ist eine grobe Schätzung. Gutenberg und ein zusätzlicher Pagebuilder können gleichzeitig aktiv sein.
Fazit: Der richtige Pagebuilder für jeden Anwendungsfall
Die Wahl des richtigen Pagebuilders hängt von deinen spezifischen Anforderungen ab. Für einfache Blogs und Content-Websites ist Gutenberg ideal. Bei komplexen Designs und E-Commerce-Projekten führt kein Weg an Elementor Pro vorbei. Agenturen, die viele ähnliche Projekte umsetzen, greifen häufig zu Avada wegen der importierbaren Demos und der zentralen Verwaltung. Professionelle Entwickler, bei denen Performance das oberste Kriterium ist, setzen zunehmend auf Bricks oder Oxygen.
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Quellen: WordPress.org Plugin-Verzeichnis · ThemeForest – Avada · BuiltWith · Wappalyzer · WPoptic